Sancho Panza bittet seinen Herrn Don Quixote, ihn zum Grafen zu machen. Er ist überzeugt: Wer tun kann wonach ihm ist, wird zufrieden. Wer zufrieden ist, hat keine Wünsche mehr. Und sobald man wunschlos ist, hat man endlich alles erreicht, was es zu erreichen gibt. Und dann, endlich, ist man am Ende angelangt.

Zu Sanchos Leidwesen ist „am Ende“ natürlich nicht dasselbe wie „am Ziel.“ Allzu leicht macht man es sich bequem, wenn man einen Meilenstein erreicht hat. Erfolge zu feiern ist wichtig, und ebenso wichtig ist es, nicht zu lange auf den Lorbeeren sitzen zu bleiben.

Heute schreiben wir darüber, wie Sie verhindern können, dass Zufriedenheit zu Bequemlichkeit wird — und wie Sie einschreiten, wenn es schon fast zu spät ist.

Mir reicht’s! – Was tun, wenn’s zu bequem wird?

Wenn ein Team, eine Abteilung oder ein Bereich seine Ziele erreicht – beständig und über viele Monate oder Jahre –, kann sich die (berechtigte!) Zufriedenheit leicht und unbemerkt in Genügsamkeit wandeln: „Wir müssen gar nicht mehr so viel oder angestrengt arbeiten, um den status quo zu halten!“ Energie und Begeisterung weichen der Routine, der Fokus wechselt von dem, was man alles tun kann auf all das, was man nicht mehr tun muss.

In fortgeschritteren Stadien dieser kollektiven Lethargie werden Chancen genauso ignoriert wie Risiken. Innovationen werden nicht mehr gedacht, Ideen totgeschwiegen. Mitarbeiter sind immer busybusybusy, aber die tatsächliche Produktivität genügt gerade so, um den bequemen Zustand zu halten. Spätestens wenn sich Ihr Team – bei ansonsten besten Zahlen! – nur durch gemeinsames Jammern über Wasser hält, müssen Sie intervenieren.

Es gibt zahlreiche Auslöser, durch die Zufriedenheit zu Genügsamkeit werden kann:

  • fehlende Begeisterung für die Mission/Vision des Unternehmens
  • zu niedrig gesetzte Ziele bzw. zu geringe Anforderungen
  • übermäßiges Micro-Management sowie
  • fehlende, ungenaue oder ständig wechselnde Vorgaben

sind dabei die häufigsten.

Wenn Sie als Teil eines genügsamen Teams das Problem bemerken, sind Sie den schwierigsten und wichtigsten Schritt der Erkenntnis schon gegangen. Hier sind einige mögliche Maßnahmen, die Sie als Führungskraft tun können, um wieder Schwung ins System zu bekommen:

  • Wenn die Lethargie noch nicht zu groß ist: Setzen Sie höhere Ziele, probieren Neues aus und initiieren Projekte, die die Mitarbeiter fordern.
  • Delegieren Sie mehr Verantwortung und – wichtig! – halten konsequent nach. So erzeugen Sie bei den Mitarbeitern die Notwendigkeit, aus der Komfortzone zu kommen.
  • Vermeiden Sie Rückdelegation und unterstützen Mitarbeiter mit gezieltem Coaching dabei, herausfordernde Aufgaben zu meistern.

Damit nach einiger Zeit dieselben Genügsamkeits-Muster nicht wieder zuschlagen, ist es wichtig sie zu analysieren und grundlegend zu verändern. Aus der Innensicht als Führungskraft ist das zwar schwierig, jedoch nicht unmöglich. (Wenn Sie Hilfe brauchen, lesen Sie weiter unten mehr über CHANGE1.)

CHANGE1: Genug mit der Genügsamkeit!

Je tiefer und länger man die Kuhle ins Sofa gesessen hat, umso schwieriger ist es, wieder herauszukommen. Wegen einer kleinen Delle aber wird man nicht das ganze Sofa auswechseln. Gerade bei schleichenden Problemen wie Genügsamkeit ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um Veränderungen einzuleiten.

Nutzen Sie unser kompaktes Workshop-Angebot CHANGE1:

  • Konkrete Analyse und Lösungsimpulse bezogen auf konkrete Problemstellungen im Team, der Abteilung oder dem Bereich
  • an einem oder zwei Tagen bei Ihnen vor Ort mit zwei Beratern und ca. 8 Teilnehmern Ihres Unternehmens.
  • CHANGE1 ist hilfreich, um geplante Change-Prozesse zu prüfen und kann als Prüfstein in laufenden Prozessen eingesetzt werden.
  • Dies alles zum Festpreis, inklusive Bericht sowie zwei Videokonferenzen zur Nacharbeit.

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“alstracon’s structured and pragmatic change management approach, their ability to understand our business quickly and incorporate this knowledge into the execution of the change was outstanding.” HR Director, Diageo