Ein Paar streitet sich um die Hausarbeit: Sie kann sich erst entspannen, wenn alles aufgeräumt ist, für ihn ist Aufräumen das Gegenteil von Entspannen. Wer kümmert sich um die Wäsche und die Spülmaschine, wer wischt, wer kocht? Sie will die Aufgaben verteilen, er sieht die Notwendigkeit der Aufgaben nicht.

Das ist ein einfaches Beispiel für einen Zielkonflikt, den wir im Buch Das Zugvogel-Prinzip beschreiben. Von den vier klassischen Konflikt-Typen ist der Zielkonflikt der häufigste, und es ist der, den Sie am leichtesten in den Griff bekommen können.

Was kann Zielkonflikte lösen? Dem Paar hilft sicher kein gemeinsamer Urlaub in der Hoffnung, dass danach wie von Zauberhand die Rollenverteilung klar ist. Ebenso wenig wirken klassische Teambuilding-Maßnahmen im Unternehmen, denn auch sie wirken nur auf der Beziehungsebene. Der Zielkonflikt entsteht aber auf der Sachebene: Wenn Teammitglieder verschiedene Ziele im Visier haben, verschenken Sie mit Teambuilding Zeit und Geld.

Zielkonflikte können nur auf der Sachebene gelöst werden: Durch das Finden gemeinsamer Ziele und Schaffen von Leadership-Alignment.

Der Zugvogel-Impuls im Januar 2015

Zu Jahresbeginn ist es in vielen Unternehmen noch relativ ruhig. Nutzen Sie diese Zeit und schauen sich die Teams an, deren Performance im vergangenen Jahr zu niedrig war. Haben alle im Team gemeinsame Ziele verfolgt? Oder trugen Zielkonflikte dazu bei, dass die Leistung hinter den Erwartungen zurück geblieben war?

Leadership Alignment erfordert beides: ein gemeinsames Ziel und von allen akzeptierte Kriterien, um den Erfolgsfortschritt zu messen.

Arbeiten Sie darauf hin, beides stabil zu etablieren. Dann ist eine Steigerung der Performance fast unausweichlich.